Elektromobilität

Öffentliches Laden: So unterscheiden sich Deutschlands Zulassungsbezirke

Ein Elektroauto an einem öffentlichen Ladeplatz am OrtsrandKI-Bild

Im Stadtkreis Heilbronn kommen rechnerisch 5,7 Elektro-Pkw auf einen öffentlichen Ladepunkt, im Bundesdurchschnitt sind es 17,0. Das neue VDA-Ladenetzranking zeigt, wie sich das Verhältnis zwischen Fahrzeugbestand und Ladeangebot regional unterscheidet. Erfasst sind batterieelektrische Pkw und Plug-in-Hybride. [1][2]

Heilbronn führt beim Verhältnis von Fahrzeugen zu Ladepunkten

Für den Vergleich teilt der VDA den E-Pkw-Bestand eines Zulassungsbezirks durch die Zahl seiner öffentlich zugänglichen Ladepunkte. Diese Kennzahl heißt T-Wert. Je niedriger sie ausfällt, desto mehr Ladepunkte stehen im Verhältnis zum örtlichen E-Pkw-Bestand bereit.

Auf Heilbronn folgen Emden und der Landkreis Vorpommern-Rügen. Unter den ersten zehn finden sich sowohl Städte als auch ländliche Zulassungsbezirke. [2]

Rang Zulassungsbezirk E-Pkw je öffentlichem Ladepunkt
1 Stadtkreis Heilbronn 5,7
2 Stadt Emden 6,4
3 Landkreis Vorpommern-Rügen 6,6
4 Landkreis Oder-Spree 6,8
5 Stadtkreis Heidelberg 6,9
6 Stadt Regensburg 7,1
7 Landkreis Saale-Orla-Kreis 7,2
8 Stadt Passau 7,3
9 Stadt Gera 7,6
10 Stadt Zweibrücken 7,9
— Deutschland 17,0

Quelle: VDA, Datenstand 1. Juli 2026. [1][2]

Die vollständige VDA-Tabelle ermöglicht den Vergleich weiterer Zulassungsbezirke.

E-Pkw je öffentlichem Ladepunkt

  1. Heilbronn5,7
  2. Emden6,4
  3. Vorpommern-Rügen6,6
  4. Oder-Spree6,8
  5. Heidelberg6,9
  6. Deutschland17,0

Skala: 0 bis 20 E-Pkw je Ladepunkt

1. Juli 2026 · VDA · E-Pkw = BEV und PHEV · Auswahl und Deutschland. Darstellung: Leasingkostencheck.

30 Prozent der Gemeinden ohne öffentlichen Ladepunkt

Deutschlandweit zählt die Auswertung 211.025 öffentliche Ladepunkte und 3.591.910 E-Pkw. Innerhalb eines Jahres kamen 38.875 Ladepunkte und 714.859 E-Pkw hinzu. Das Verhältnis liegt mit 17,0 Fahrzeugen pro Ladepunkt etwas über dem Vorjahreswert von 16,7.

Von den Gemeinden mit mindestens 500 Einwohnern haben 30 Prozent keinen öffentlichen Ladepunkt und 61 Prozent keinen öffentlichen Schnellladepunkt. [1]

Beim Schnellladen liegt der Saale-Orla-Kreis vorn

Für Schnellladepunkte führt der VDA eine eigene Kennzahl, den S-Wert. Hier belegt der Saale-Orla-Kreis mit 11,2 E-Pkw je Schnellladepunkt den ersten Platz. Es folgen der Landkreis Nordhausen mit 16,9 und Zweibrücken mit 17,1. Als Schnellladepunkte zählt die Auswertung Anschlüsse mit mehr als 22 Kilowatt Ladeleistung. [3]

Fahrzeuge und Ladepunkte haben denselben Stichtag

Das Ranking verbindet die Ladepunktdaten der Bundesnetzagentur mit dem Fahrzeugbestand des Kraftfahrt-Bundesamtes, jeweils zum 1. Juli 2026. Die regionalen Verhältnisse werden durch beide Größen geprägt: durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur und durch die Zahl der örtlich zugelassenen Elektro-Pkw. [1][2]

Quellen

[1] VDA: E-Ladenetzranking: Verhältnis von öffentlichen Ladepunkten zu E-Autos stagniert, Datumszeile 3. November 2026.

[2] VDA: Ladenetz-Ranking nach T-Wert, Datenstand 1. Juli 2026.

[3] VDA: Ladenetz-Ranking nach S-Wert, Datenstand 1. Juli 2026. Quellen geprüft am 6. November 2026.