Der Markt für Elektromobilität erfährt einen beispiellosen Aufschwung, trotz zwischenzeitlicher Rücksetzer bei den Zulassungszahlen. Öffentliche Förderungen und steuerliche Anreize machen das Leasen eines E-Autos sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen so attraktiv, dass mehr und mehr Autofahrer den Umstieg wagen. Geringe Betriebskosten, Steuervorteile und die Möglichkeit, sich nicht um Wertverlust sorgen zu müssen, sprechen außerdem für diese Option. Beide Gruppen können verschiedenartige Vorteile nutzen, haben aber ebenso jeweils andere Voraussetzungen zu erfüllen. Deshalb beleuchtet dieser Artikel die unterschiedlichen Konditionen, Möglichkeiten und Einschränkungen beim Leasing für Privat- und Gewerbekunden.
Privat-Leasing von E-Autos
Staatliche Förderungen
Staatliche Subventionen, besonders der Umweltbonus der BAFA, senken die finanzielle Hürde für private Leasingnehmer. Bis Ende 2023 beträgt dieser Bonus für Fahrzeuge mit einem Netto-Listenpreis bis zu 40.000 € satte 4.500 €, und für teurere Modelle bis zu 65.000 € immerhin noch 3.000 €. Ab 2024 ändert sich die Förderlandschaft, dann sind nur noch Fahrzeuge bis zu 45.000 Euro förderfähig. Seit dem 01.09.2023 werden nur noch Privatkunden gefördert, Gewerbekunden gehen leer aus.
Konditionen und Einschränkungen
Beim Privat-Leasing sind Bonität und Schufa-Score entscheidend. Ein stabiles Einkommen und eine saubere Kreditwürdigkeit sind oft Voraussetzungen, um den Vertrag abzuschließen. Zudem ist die Vertragsgestaltung eher starr; Sondertilgungen oder vorzeitige Vertragsauflösungen sind meist kostenintensiv und werden daher nicht angeboten. Darüber hinaus gibt es weniger Kaufanreize oder Prämien seitens der Händler oder Hersteller, die die Leasingraten subventionieren könnten. Da jede Automarke in einem Privatkunden a) weniger Potenzial für Folgegeschäft sieht und b) potenziell im Privatgeschäft ein höheres Risiko in Sachen Haftung und Gewährleistung liegt, finden sich seltener Leasingangebote günstiger E-Autos als für die gewerbliche Kundschaft. Aber es gibt sie.
Finanzielle & steuerliche Aspekte
Im Vergleich zu gewerblichen Leasingangeboten sind die Raten im Privat-Leasing meist höher. Das liegt einserseits daran, dass die Mehrwertsteuer immer in der Rate und der Anzahlung ausgewiesen und bezahlt werden muss, anders als bei Offerten an Firmenkunden, die häufig mit Nett-Preisen gelockt werden. Das einzige, was ein privater Leasingkunde steuerlich geltend machen kann, ist der Haftpflichtanteil an seiner Kfz-Versicherung. Dass Unterhaltskosten wie Kfz-Steuer, Wartung und Verschleißkosten im Allgemeinen niedriger als bei Verbrennern, gilt hingegen für beide Gruppen. Auch die Auszahlung einer THG Quote ist für alle e-Mobilisten möglich.
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Steuerliche Vorteile
Vorsteuerabzug und steuerliche Absetzbarkeit aller Fahrzeugkosten als Betriebsausgabe sind für Unternehmer ein klares Argument für das E-Auto Leasing. In der Praxis können sie die gezahlte Mehrwertsteuer bei Leasingraten, Anzahlung, laufenden Unterhaltskosten und auch Schäden und Rückgabeaufwendungen vom Finanzamt zurückholen und all diese Ausgaben zudem als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen. Einen elektrischen Dienstwagen versteuert man meist über die 0,5 oder 0,25-Prozent-Regelung (je nach Listenpreis), wenn er auch privat genutzt wird.
Flottenrabatte und Mengenvorteile
Größere Abnahmemengen bewirken Mengenrabatte. Diese Preisnachlässe machen das Leasing besonders für Firmen mit größerem Fuhrpark attraktiv. Daher wird in diesem Kontext auch häufig von Full-Service-Leasing gesprochen, bei dem alle Kosten vom Leasingunternehmen getragen werden. Das hat den Vorteil, dass für viele Fahrzeuge eine einzelne Rechnung erstellt wird, die zudem voll vorteuerfähig ist. zB wäre das bei der individuellen Abrechnung der Kfz-Versicherung oder der Kfz-steuer nicht so. Was die gewerblichen Leasingraten weiter drückt: Eroberungsprämien seitens der Autohersteller. So wird dem Autohaus für die Gewinnung eines Gewerbekunden, der möglicherweise in der Zunkunft eine ganze Flotte abnimmt, zusätzliche Prämien in Aussicht gestellt. Diese werden zum Teil in Form niedriger Leasingraten an den Kunden weitergegeben. Auch ein Grund, weshalb Leasing für Firmenkunden meist günstiger ist.
Serviceleistungen und Beratungsbedarf
Unternehmen benötigen weniger Beratung, da ihre Kaufentscheidung häufig preisgetrieben ist. Dafür stehen im gewerblichen Bereich aber umfassendere Serviceleistungen zur Verfügung, von Fuhrparkmanagement bis zu individuellen Mobilitätslösungen.
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Vergleichstabelle Privat vs. Gewerbeleasing
| Privat-Leasing | Gewerbe-Leasing | |
|---|---|---|
| Förderungen | Staatliche Umweltboni, Ladesäulen-Förderung | Bis zum 31.08.2023 war Förderung möglich, seitdem nicht mehr |
| Bonität | Hohes Einkommen, sauberer Schufa-Score erforderlich | Firmenkreditwürdigkeit, Jahresabschlüsse |
| Kosten | Höhere Leasingraten, auch nur scheinbar durch Preisangaben inkl. 19% | Niedrigere Raten durch steuerliche Vorteile, Prämien und Mengenrabatte |
Fazit
Üblicherweise kann man sich als Endkunde nicht einfach für das günstigere Gewerbe-Leasing entscheiden. Es ist ein Voll- oder Teilzeitgewerbe nachzuweisen, das sich trägt und genügend finanziellen Spielraum für das Leasing eines Elektroautos bereithält. Alle anderen Konsumenten müssen auf Privatleasing-Angebote zurückgreifen. Aber auch dort finden sich immer wieder Elektrofahrzeuge zu besonders niedrigen Raten. Mehr finanzielle Vorteile des Leasings können aber tatsächlich die Unternehmen ausschöpfen.