Neue Modelle · Smart #2

Smart #2 ab 19.990 €: Günstigstes Auto im Unterhalt?

Der Fortwo-Nachfolger startet unter 20.000 Euro und bekommt endlich einen Schnellladeanschluss. Kann er an die niedrigen laufenden Kosten des EQ anknüpfen?

Illustration eines weißen Smart #2 in einer StadtstraßeKI-Bild

Beim Smart war das kleine Auto lange auch eine Antwort auf große Autokosten. Der elektrische Fortwo EQ brauchte wenig Strom und war günstig zu versichern. Jetzt kehrt der Zweisitzer als Smart #2 zurück: ab 19.990 Euro, mit größerem Akku und erstmals mit Schnellladeanschluss. Bestellstart ist der 13. Oktober 2026; die Auslieferung wird für das zweite Quartal 2027 erwartet.

Wieder ein Smart für die enge Stadt

Mit knapp 2,75 Metern Länge bleibt der #2 ein ausgesprochen kurzes Auto. Zwei Menschen sitzen vorn, direkt dahinter beginnt der Kofferraum. Der Wendekreis von 6,95 Metern passt zu dieser Idee: In engen Straßen lässt sich der Smart mit wenig Platz drehen. Er passt auch in Parklücken, für die ein herkömmlicher Kleinwagen zu lang ist.

Im Innenraum wird der Abstand zum alten Smart deutlicher. Erste Sitzproben am Premierenwagen zeigen auch für große Erwachsene reichlich Kopffreiheit. Eine hochklappbare Mittelarmlehne und der ebene Boden erleichtern es, zur anderen Seite hinüberzurutschen – praktisch, wenn eine Tür dicht an einer Mauer steht. Für Klima und Fenster gibt es echte Tasten. Die gezeigte Premium-Ausführung wirkt mit ihren weich gepolsterten Flächen aufwendiger, als die geringe Fahrzeuggröße erwarten lässt.

Der Kofferraum fasst 305 Liter; die Heckklappe bleibt zweigeteilt. Das reicht für Einkäufe und Reisegepäck für zwei, doch bei langen Gegenständen verliert der Neue eine Stärke seines Vorgängers: Am gezeigten Vorserienwagen lässt sich die Beifahrerlehne nicht nach vorn umklappen. Zwei Sitzplätze sind außerdem eine bewusste Beschränkung. Wer Kinder oder Freunde mitnehmen möchte, findet unter den kleinen Elektroautos im Leasing auch Modelle mit einer zweiten Sitzreihe.

Der größere Akku verändert den Einsatzbereich

Smart nennt einen 35,8-kWh-Akku und peilt 290 Kilometer Reichweite an. Das wäre ein großer Schritt gegenüber dem Fortwo EQ und würde auch Fahrten ins Umland erleichtern. Die Reichweite ist allerdings ein vorläufiger Normwert: Wie weit der #2 auf der Autobahn oder im Winter kommt, müssen die ersten Fahrtests zeigen.

Für längere Fahrten ist der neue Schnellladeanschluss besonders wertvoll. An einer passenden Gleichstromsäule soll der Akku unter idealen Bedingungen in 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. Smart nennt bis zu 65 kW Ladeleistung. Beim Vorgänger musste eine längere Fahrt noch um dessen deutlich langsamere Ladepausen geplant werden; der #2 gewinnt hier spürbar an Freiheit.

19.990 Euro – und was für 1.000 Euro mehr dazukommt

Die Basisversion Pure bringt bereits LED-Scheinwerfer, zwei Displays und einen Abstandstempomaten mit. Der Einstiegspreis von 19.990 Euro ist der Fahrzeugpreis vor Überführung und Zulassung. Interessant ist die nächste Stufe: Der Pure+ kostet 20.990 Euro und ergänzt vor allem einen dreiphasigen 11-kW-Lader sowie die Sitzheizung für den Fahrer.

Pure

19.990 €

Wallbox-Laden: einphasig, bis 7,4 kW, LED und Abstandstempomat.

Pure+

20.990 €

Wallbox-Laden: dreiphasig, bis 11 kW und beheizter Fahrersitz.

Premium

24.490 €

Glasdach, beheizte Vordersitze und Sennheiser-Soundsystem.

Fahrzeugpreise für Deutschland zum Bestellstart; Überführung und Zulassung kommen hinzu. Technische Daten und Ausstattung sind noch vorläufig.

Für das Laden an einer üblichen dreiphasigen 11-kW-Wallbox ist der Pure+ die sinnvollere Wahl: Er kann deren Leistung auf allen drei Phasen nutzen. Der einphasige Pure erreicht dort seine angegebenen 7,4 kW nicht. Der Aufpreis lohnt sich besonders, wenn zwischen zwei Fahrten nur wenige Stunden zum Laden bleiben. Die Premium-Version für 24.490 Euro setzt dagegen auf Komfort und ein aufwendigeres Interieur; sie führt vom günstigen Einstieg bereits deutlich weg.

Kann der #2 an die niedrigen Kosten des EQ anknüpfen?

Der Fortwo EQ setzt dafür einen anspruchsvollen Maßstab. Im Autokostencheck kostet ein EQ Fortwo Coupé bei 15.000 Kilometern im Jahr rund 135 Euro monatlich für Strom, Versicherung, Steuer und Wartung. Kauf oder Leasing kommen dazu. Diese laufenden Kosten erklären, warum der alte Elektro-Smart für Stadtfahrer so attraktiv war.

Beim Strombedarf gibt es immerhin eine erste Orientierung. Smart erwartet 13,6 kWh je 100 Kilometer im Normtest. Mit einem angenommenen Ladestrompreis von 38 Cent je kWh ergäbe das bei 15.000 Kilometern rund 65 Euro im Monat. Als Vergleich bietet sich der ebenfalls zweisitzige Fortwo mit 71-PS-Benziner an: Er verbrauchte im ADAC-Test 5,1 Liter auf 100 Kilometer. Mit dem deutschen Super-E10-Durchschnitt vom 7. Oktober wären dafür rund 136 Euro im Monat fällig.

Eine erste Orientierung bei den Energiekosten

15.000 km im Jahr · Monatsdurchschnitt

Smart #2
vorläufiger Normverbrauch
65 €
Fortwo 1.0, 71 PS
gemessener Testverbrauch
136 €

Strom: angenommene 38 Cent/kWh. Super E10: deutscher Durchschnitt von 2,126 €/l am 7. Oktober 2026.

Werte und Rechnung

Smart #2: 13,6 kWh/100 km × 15.000 km/Jahr × 0,38 €/kWh ÷ 100 ÷ 12 = 64,60 €/Monat. Der Strompreis ist ein frei gewähltes Ladeszenario. Fortwo 1.0 passion, 52 kW: 5,1 l/100 km aus dem ADAC-Test von 2015 × 15.000 km/Jahr × 2,126 €/l ÷ 100 ÷ 12 = 135,53 €/Monat. Benzinpreis: bundesweiter Super-E10-Durchschnitt vom 7. Oktober 2026. Der Smart-Normverbrauch ist vorläufig; die Typgenehmigung steht noch aus.

Bei der Versicherung rechnen wir mit Typklassen auf einem ähnlichen Niveau wie beim Fortwo EQ. Beim Leasing entscheidet sich mit den ersten konkreten Verträgen zudem, wie viel der günstige Kaufpreis in der Monatsrate ankommt.

Für bisherige Fortwo-Fahrer ist vor allem der Schnellladeanschluss ein überzeugendes Argument für den Nachfolger. Das vertraute kleine Format bleibt erhalten, während sich die Ladepausen auf längeren Fahrten verkürzen sollen. Ob der #2 auch Deutschlands günstigstes Auto im Unterhalt wird, lässt sich erst mit getesteten Verbräuchen, Versicherungsdaten und echten Leasingangeboten beantworten. Wer schon heute ein preiswertes Elektroauto sucht, findet im Leasingvergleich bezahlbarer E-Autos bereits verfügbare Angebote und die zugehörigen Vertragskosten.

Datengrundlagen

Stand: 12. Oktober 2026. Technische Daten: Smart zur Weltpremiere des #2. Laufende Kosten des Vorgängers: Autokostencheck, EQ Fortwo Coupé, 15.000 km/Jahr, Haftpflicht und Vollkasko mit 1.000/150 Euro Selbstbeteiligung; Datenstand 10. Oktober 2026. Vergleichsverbrauch: ADAC-Test des Fortwo 1.0 passion. Kraftstoffpreis: ADAC, 7. Oktober 2026.